Über Huskies..... 

Der charismatische und ursprüngliche Sieberian Husky ist für die meisten Menschen der Inbegriff des      Schlittenhundes.

                 Wenn wir an Huskies denken sehen wir Bilder von unendlichen weiten Schneelandschaften, von Hunden, Wind und Abenteuer.                

In den letzten Jahren hat sich der Siberian Husky von seinem Exotendasein befreit. Oftmals wird dann in der Begeisterung für die Schönheit dieser Hunderasse vergessen, dass Schlittenhunde ganz besondere Ansprüche an ihre Besitzer und dessen Familien stellen.

Ein Husky ist sicherlich für niemanden geeignet der nach Feieraben nochmal kurz einen gemütlichen Spaziergang mit seinem Hund machen möchte.

Auch wenn Schlittenhunde in letzter Zeit immer mehr in Mode gekommen sind, in ihrem Verhalten, Pflege und Haltung sind sie nicht immer mit unseren mitteleuropäischen Hunden vergleichbar.

 Ein Blick in die Geschichte.....

Die Herkunf des Huskys liegt im Schneereichen Sibirien. Dort begannen die Tschuktschen vor mehreren tausend Jahren damit Hunde zu Transportzwecken vor einen Schlitten zu spannen. Durch das unbamherzige Klima hat sich so ein Hundetyp entwickelt, dessen Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Wiederstandskraft, mit bemerkenswerter Anspruchslosigkeit verbunden, seinesgleichen sucht.

Von dort aus gelangten sie mitte des 19 Jahrhunderst nach Alaska. Mitte der fünfziger Jahre kamen die Huskies nach Mitteleuropa, wo sie seitdem immer mehr Freunde fanden. Nicht zuletzt sein faszinierendes Aussehen hat ihn zum bekanntesten aller Nordischen Hundrassen gemacht.

Sehr berühmt wurde der Einsatz von Husky Gespannen zur Rettung der Menschen von Nome (Alaska) wo 1925 eine Diphterie-Epidemie ausbrach. Der Serumsvorrat reichte für die dort lebenden 2000 Menschen nicht aus, niemand schaffte es, bei den extremen Wetterbedingungen das lebenswichtige Serum aus der 1085 km entfernten Stadt Nenana zu holen. Mit einer Hundestaffel wurde das Serum in nur 5 Tagen transportiert - eine Strecke für die der Postschlitten 3 Wochen unterwegs war. Dies zeigt was diese Hunde in der Lage sind zu Leisten.

Die Verwendung oder der Einsatz Heute.....

Sie werden immer noch vor den Schlitten oder Trainingswagen gespannt allerdings nicht mehr um Menschenleben zu retten, sondern um sich mit anderen Teams bei Wettkämpfen und Rennen zu messen. Oder einfach um ihren Bewegungsdrang gerecht zu werden. Ein Husky ist in der Lage bei ausreichendem Training das Neunfache seines eigenen Körpergewichts zu ziehen.         

    

 

 Huskies sollten nur von sportbegeisterten Leuten gehalten werden, die ihnen eine artgerechte Haltung bieten können  und ihnen den nötigen Auslauf, bei jeder Witterung ermöglichen. Am besten beim Joggen, am Fahrrad, oder bei  mehreren Hunden am Trainingswagen, oder natürlich am Schlitten. 

                                      Bei jedem Wetter !

    

Wie sollte ein Husky gehalten werden.....

Ein Husky kann im Haus oder im Freien gehalten werden, was auch im Winter kein Problem ist, solange er einen Freund hat, der sich mit ihm beschäftigt. Wenn möglich sollte er nicht alleine gehalten werden, da er die Gesellschaft anderer Hunde liebt und sich mit einem Artgenossen am wohlsten fühlt.

Es darf aber auf keinen Fall der Fehler gemacht werden zu einem unausgelasteten Husky einen zweit oder gar dritt Husky zu holen, das wäre ungefähr so wie Flöhe im Sack zu hüten. Er braucht engen Menschenkontakt und ausgiebige Beschäftigung mit ihm. Ein einzeln im Zwinger gehaltener Husky würde verkümmern.

                      

   Der Siberian Husky ist ein sehr selbstständiger Hund mit stark ausgeprägter Jagdleidenschaft deshalb ist es besser ihn nicht von der Leine zu lassen (es soll Ausnahmen geben), denn sie neigen zum ausgedehnten Alleingang. Für einen Husky gibt es nichts schöneres als etwas Unerreichbares zu jagen.

                

Außerdem sollte das Grundstück eine entsprechende Größe haben und einen ausbruchsicheren Zaun (2 Meter Höhe), um Alleingänge zu verhindern. Huskies sind wahre Ausbruchskünstler und geht es nicht oben drüber versuchen sie es schon mal sich unten durch zu graben.

Mit Vorliebe buddeln sie Löcher und graben nach Mäusen und Erdtieren, dementsprechend sieht dann manchmal auch der Garten aus, neu gepflanzte Blumen oder Sträucher werden kurzerhand umgesetzt. Wer stolz auf seinen gepflegten englischen Rasen ist für den ist ein Husky nicht unbedingt die richtige Wahl.

                                            

                      

Ein Sonnenbad auf dem Terassentisch

Die wichtigsten Rassemerkmale..... 

Ein Rüde wird etwa 53-60 cm (Schulterhöhe) groß und 21-28 kg schwer, eine Hündin 50-56 cm groß und wiegt zwischen 16 und 23 kg. Huskys haben eine Lebenserwartung von ca. 15 Jahren. Sie haben ein dichtes, mittellanges Fell mit einer wärmenden Unterwolle, einen buschigen Schwanz (Rute), den sie gebogen über den Rücken tragen und Stehohren. Huskies haben einen muskulösen Körperbau und einen ruhigen, leichtfüßigen Gang.

                                      

Ihre Augen sind oft stahlblau oder braun aber auch beide Farben kommen vor und sind im Rassestandard erlaubt,       ihr Fell hat jede Schattierung von weiß, grau, braun bis schwarz und Wolfsfarben.

           

              Der Siberian Husky bellt sehr selten, eigentlich nur wenn er sehr aufgeregt ist. Dafür heult er sehr gerne wie ein Wolf, was auch den Zusammenhalt im Rudel fördert.

                                         

Huskies sind würdevolle, stolze aber auch sanfte Hunde sie zeigen ein sehr gutes Sozialverhalten, sind menschenfreundlich und nicht aggresiv. Wach- und Schutzinstinkte besitzen sie aber nicht. Sie freuen sich über jeden Besuch. Wegen seiner Unabhängigkeit und seines Freiheitsdranges ist der Husky nicht so leicht zu erziehen wie manch andere Hunderasse. Das wichtigste bei der Erziehung sind Geduld und Beständigkeit. Der Husky ist sehr lauffreudig, da sie ursprünglich Arbeitshunde waren brauchen sie ein Ventil für ihre überschüssige Energie. Deshalb würden nur gemütliche Spaziergänge einem Husky nicht ausreichen !